Die Geschichte

Colegio Diospi Suyana – Eine Schule für die Quechuas

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Maria 

Die Geschichte
Seit der Eroberung und Kolonialisierung Perus durch die Spanier im 16. Jahrhundert leiden die Quechuas {span. Qu = K}, die Nachfahren der Inkas, unter fortwährender gesellschaftlicher Diskriminierung. In der Provinz Apurímac machen sie rund 80% der Bevölkerung aus.

Viele der Quechuas leben unterhalb der Armutsgrenze, ca. 35% sind Analphabeten. Ausdruck ihrer sozialen Not sind u.a. eine hohe Kindersterblichkeit, Unterernährung sowie eine verminderte Lebenserwartung.

Um den Quechuas zu helfen, gründete das Ärzteehepaar John 2007 mit einer Reihe von „Gleichgesinnten“ und mit Hilfe von privaten Spenden in der Provinz Apurímac das Missionshospital „Diospi Suyana“. Dieser Ausdruck entstammt der Quechua-Sprache und bedeutet: „Wir vertrauen auf Gott“. Zurzeit arbeiten Mitarbeiter aus dem In- und Ausland am Hospital.

Im März 2014 startete die Arbeit des Colegio Diospi Suyana.

Colegio Diospi Suyana
Colegio Diospi Suyana

Ziel ist es, eine allgemeinbildende christliche Ganztagsschule zu etablieren, die mit gutem Leistungsniveau Kindern der ländlichen Andenregion Perspektiven auf ein besseres Leben eröffnet.
Durch Patenschaften finden auch die ärmsten Familien Zugang zu der Einrichtung und bekommen neue Chancen – ein Ansatz, der in Peru leider bislang kaum „Schule gemacht“ hat.

Trägerverein der Schule ist die Asociación civil religiosa Diospi Suyana del Perú, die ausschließlich mildtätige und religiöse Zwecke verfolgt.
Mehr Infos unter www.diospi-suyana.org

Das Colegio Diospi Suyana ist eine Schule für Kinder der Quechuas und ausländische Kinder der ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter am Hospital. Überwiegend lernen die Kinder zusammen nach peruanischem Lehrplan. Die ausländischen Kinder erhalten nach Möglichkeit ergänzenden Unterricht — von jeweils muttersprachlichen Lehrkräften und Volontären den jeweiligen Bedürfnissen angepasst.

Die Leitideen der Schule

Die Kinder
Die Kinder

 christlich
Die Schüler sollen erfahren, dass Gott, ihr Schöpfer, sie liebt — unabhängig von Herkunft und Besitz. Durch eine christliche Wertevermittlung hoffen wir, dass sie später selbst Verantwortung für ihre Mitmenschen und ihr Land übernehmen werden.

ganzheitlich
Die Schüler werden in einer umfassend ausgestatteten Schule in Musik, Kunst, Sprachen, verschiedenen Naturwissenschaften und Sport unterrichtet.

international
Auch die Kinder der ausländischen Mitarbeiter des Hospitals werden diese Schule besuchen. So können Kinder verschiedener Kulturen von- und miteinander lernen. Die Schule ermöglicht diesen Familien, dass sie auch über einen längeren Zeitraum ihren Dienst am Hospital ausüben können.

integrativ
Kinder verschiedener Gesellschaftsschichten werden miteinander lernen und erleben, dass Rassismus und Diskriminierung nicht sein dürfen. Durch Bildungspatenschaften soll das Schulgeld für die Kinder aus Quechua-Familien aufgebracht werden.

nachhaltig
Vom Kindergarten bis zum Abitur bekommen jährlich bis zu 600 Kinder durch gute Bildung gesellschaftliche Aufstiegschancen. Ziel ist eine soziale Veränderung in ihren Familien und in der Region.

wertschätzend
Kinder aus Quechua-Familien sollen mit natürlichem Selbstbewusstsein auf ihre Herkunft blicken können. Daher werden auch ihre Geschichte, ihre Kultur und ihre Traditionen einen wichtigen Platz im Schulleben haben.

fortschrittlich
Alle Lehrkräfte werden fortlaufend weitergebildet und begleitet, um effizient und schülerzentriert unterrichten zu können.