Angekommen in Curahuasi

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Nun endlich bin ich angekommen an dem Ort, von dem ich vor knapp zwei Jahren zum ersten Mal erfahren hatte: Bei Diospi Suyana (= „Wir vertrauen auf Gott“ – entstammt der Quechua-Sprache) im schönen Curahuasi. Hier wohnen wir auf ca. 2700m mitten in den Anden und sind umgeben von einer herrlichen Berglandschaft: Grün, wohin das Auge reicht, Schneeberge im Hintergrund, frische Luft, sternklarer Himmel – so in etwa erlebe ich meine ersten Tage in der neuen Heimat.

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Die P1050867Anreise in Nachtbus und Taxi war ein kleines Abenteuer für sich :-), denn in Peru ist alles ein wenig anders. Meine Gasteltern brachten mich in ihrem blauen Käfer in Arequipa zum Busterminal. Einer meiner Koffer wurde dabei für mich ganz ungewöhnlich verstaut :-)…

Gemeinsam mit Sarah, Sandra (Freundin aus der Schweiz) und unserem Reisegepäck kamen wir nach ca. 11h Nachtfahrt in Cusco an. Von dort ging es für weitere 2,5h mit einem Taxi weiter bis nach Curahuasi. Einer der Taxifahrer stellte sich uns gleich als ein Bewohner Curahuasis vor. Er kenne viele der Mitarbeiter von Diospi Suyana. Mit ACH und KRACH bekamen wir unsere 6 Koffer plus jede Menge Handgepäck in seinem kleinen Toyota unter. Unterwegs erzählte er uns dann plötzlich von einer Polizeikontrolle, durch die er besser ohne uns und NUR mit unserem Gepäck fahren wolle. Wir hingegen sollten diese zu Fuß passieren und anschließend würde er uns wieder aufsammeln. Nachtigall…  das war uns nicht ganz geheuer. Wir fragten, welche Sicherheit wir denn hätten, dass er sich nicht mit unseren

P1050896Koffern aus dem Staub machen würde. Immerhin war – mehr oder weniger – unser gesamter Hausrat für die kommenden 2-3 Jahre in jenen Koffern untergebracht. Auf unsere Nachfrage, warum wir überhaupt aussteigen müssen, erhielten wir zur Antwort, dass er keine Taxi-Lizenz besäße, Ausländer in seinem Auto mitzunehmen. Das wurde ja immer besser… Schlussendlich erreichten wir meinen zukünftigen Schulleiter in Curahuasi per Telefon, um nachzufragen, ob das hier alles mit rechten Dingen zugehe. Ja, alles in Ordnung – weiter ging die Reise durch die Berge.

 In Curahuasi angekommen sind wir dann in unser neues Zuhause gezogen. Eine deutsche Familie befindet sich zurzeit in ihrem Heimataufenthalt und kommt Ende Juli zurück nach Curahuasi. Bis dahin dürfen wir ihr Haus „bewachen“ und haben Zeit, uns eine eigene Wohnung zu suchen. Da die Küche außer Herd, Kühlschrank und Spüle fast keine weiteren Utensilien enthielt, mussten wir am Ankunftsabend in der P1050925Stadt noch einigen Sachen besorgen. Im Laden unseres Vertrauens fanden wir auch das meiste.

Nun sind wir gespannt, wo wir ab Juli wohnen werden (es gibt verschiedene Möglichkeiten) und freuen uns erstmal an der herrlichen Aussicht ins Grüne von unserem Haus aus.

Bald mehr von meinen ersten Erfahrungen in der Schule…